brand
2025
von Volker Schmidt
Staatstheater Braunschweig
Regie: Leon Bornemann Ausstattung: Martina Holzhauer Rauminstallation: Wolf Gutjahr Musik: Leon Koenig Video Ines Schiller Dramaturgie: Judith Sünderhauf
Mit: Mariam Avaliani, Ivan Marcović, Cedric Ziouech
»brand« blickt in ein Europa der Zukunft, das mit den Folgen von Kriegen und Klimawandel leben muss. Eine verbrannte Welt tut sich auf, eine Welt, in der rivalisierende Sekten um knappe Ressourcen ringen, streng kontrolliert, bar jeder Freiheit. Mitten in diesem Chaos: Maëlle, Koé und Andrii, drei irrlichternde junge Menschen voller Lebenshunger.
»brand« ist ein road movie: Auf der (verbotenen) Suche nach dem Haus ihrer Kindheit, einem Ort voller Erinnerungen, begegnet Maëlle erst Koé, dann Andrii. In der Nacht, wenn die Erde abkühlt, explodiert das Leben in der scheinbar verlassenen Stadt: Ekstatisch, rauschhaft, aber auch verstörend und zart ist die Liebe zwischen Maëlle, Koé und Andrii. Die nahenden Feuer lassen kaum Zeit zur Einordnung der Gefühle, die Katastrophe scheint unabwendbar, als ein fantastischer, dramaturgischer Twist einen Hoffnungsschimmer hervorzaubert.
“Noch eine dystopische Welterzählung, die doch niemanden zu Umkehr bringt? Nein zuvörderst ist „brand“ eine geradezu romantische Liebesgeschichte. Schmidt bringt zwar auch die Fakten einer Weltbevölkerung, die sich selbst auslöscht, auf den Punkt, aber gespiegelt in den Gefühlen dreier Menschen, die angesichts einer Katastrophe, die sie selbst nicht mehr verhindern können, ihr Leben realisieren müssen. … Man geht gerührt, nicht niedergeschlagen aus diesem Stück. Aber auch trotzig. Lasst uns den Brand verhindern." BZ
Stückrechte bei Felix Bloch Erben Verlag











