Kranichstein represent (Deutschland braucht das)

 

2019

Theatraler Stadtteilspaziergang
von Volker Schmidt

 

Staatstheater Darmstadt

 

 

Regie und Text Volker Schmidt
Kostüm Nina Kroschinske
Choreografie Ewelina Zielonka
Architektonische Intervention DIESE Studio
Dramaturgie Maximilian Löwenstein
Produktionsleitung Döndü Kilic
Regieassistenz: Léon Haase, Clemens Braun

 

Mit Lua Mariell Barros Heckmanns, Ghofrane El Mighari, Fremah Wiredu, Karin Steinbrecher, Kevin Joᾶo Sean, Sascha Rühl, Love Richter, Noé Queirard, Birgit Pienkny, Paul Olczyk, Hella Klinger, Yana Robin la Baume, Heike Jensen,
Gudrun Girts-Johnston, Ahmed Bouhjoujou, David Ayala, Erdal Avci, Soukaina El Adak, Mathias Znidarec, Daniel Dietrich, Chor des Ökumenischen Gemeindezentrums Kranichstein

 

 

 

Der 1968 durch den großflächigen Bau von Wohnsiedlungen entstandene Stadtteil Kranichstein galt anfangs als Trabantenstadt. Namensgeber ist das nahegelegene Jagdschloss, die ehemalige Sommerresidenz der Darmstädter Landgrafen und Großherzöge. Kranichstein ist ein gut durchmischter und multikultureller Stadtteil mit breit gefächerter Sozialstruktur, der eine Sprachen- und Kulturvielfalt besitzt, wie kaum ein anderer Teil Darmstadts. Ist Kranichstein also eine soziale Geste der Vergangenheit, ein Modellstadtteil oder ein sozialer Brennpunkt? Oder befindet sich dieses Labor des 20. Jahrhunderts vielleicht bereits auf dem Weg in eine Zukunft, den die Mehrheitsgesellschaft noch gar nicht kennt?

In einem mehrmonatigen Rechercheprozess hat sich Regisseur und Autor Volker Schmidt gemeinsam mit Einwohner*innen aus Kranichstein mit deren Lebenserfahrungen auseinandergesetzt. Aus den Geschichten der Bewohner*innen wie auch aus der Historie wurde so ein gemeinsames Stationentheaterstück entwickelt, das sich zwischen Wirklichkeit und fantastischer Überhöhung bewegt und einen Stadtteil als Modell einer möglichen Zukunft porträtiert.

 

 

„Regisseur Volker Schmidt hat die Geschichtenschnipsel (…) meisterhaft arrangiert. So entsteht ein sehr vielfältiges Bild, vor dem man sich gar nicht fürchten kann, weil es so schön ist.“  
FAZ 
 
„Wenn die Erzählung dokumentarisch in Tiefenschichten vordringt, ist dieses Stationenstück am besten.“ 
Darmstädter Echo
 
„Die mit viel Applaus bedachte Premiere des Stücks am Mittwochabend hat gezeigt, dass das Pilotprojekt gelungen ist.“
Frankfurter Rundschau